Was ein Core Update tut
Ein Core Update ist keine Strafe. Google verändert die grundsätzliche Bewertung, welche Ergebnisse zu einer Suchanfrage am hilfreichsten sind. Seiten, die verlieren, haben nicht zwingend etwas falsch gemacht – sie werden im Vergleich zu anderen Ergebnissen neu eingeordnet. Genau deshalb greift auch keine „Reparatur“: Es gibt nichts zu entfernen, sondern etwas zu verbessern.
Der Rollout zieht sich typischerweise über ein bis drei Wochen. In dieser Zeit schwanken Positionen teils erheblich in beide Richtungen. Bewertungen vor Abschluss des Rollouts sind wertlos.
Zuerst: nichts überstürzen
Die 14-Tage-Regel
Verluste sauber analysieren
Der Sitewide-Blick täuscht fast immer. Ein Minus von 15 Prozent Klicks kann bedeuten, dass alles ein bisschen verloren hat – oder dass drei Seiten eingebrochen sind, während der Rest stabil blieb. Nur der zweite Fall ist konkret bearbeitbar.
- Search Console öffnen, Zeitraum „Vergleichen“ auf die 28 Tage vor und nach dem Update setzen.
- Auf den Reiter „Seiten“ wechseln und nach Klickdifferenz sortieren – so sehen Sie die tatsächlich betroffenen URLs.
- Suchanfragen filtern: Markensuchen (Ihr Firmenname) getrennt von allgemeinen Suchanfragen betrachten. Markenverluste deuten eher auf saisonale oder Nachfrageeffekte hin.
- Prüfen, ob Impressionen stabil geblieben und nur Klicks gefallen sind – das spricht für veränderte Suchergebnisdarstellung, nicht für Rankingverlust.
- Stichprobe manuell suchen: Steht dort jetzt eine KI-Antwort, ein größeres Local Pack oder mehr Anzeigen über Ihrem Ergebnis?
Die häufigsten Ursachen
- Dünne Leistungsseiten, die dieselbe Aussage in fünf Varianten wiederholen und untereinander konkurrieren
- Ratgeberinhalte ohne eigene Substanz – zusammengefasst aus dem, was ohnehin schon auf Seite eins steht
- Fehlende Belege: keine Autorenangabe, keine Fallzahlen, keine Bilder aus echten Projekten
- Veraltete Inhalte mit Jahreszahlen und Preisen, die nicht mehr stimmen
- Massenhaft erzeugte Stadt-Seiten, die sich nur im Ortsnamen unterscheiden
Local Pack getrennt betrachten
Wichtig für lokale Anbieter: Die Kartenergebnisse laufen über ein weitgehend eigenes System. Ein Core Update, das Ihre Ratgeberseiten trifft, muss Ihre Position in Google Maps nicht berühren – und umgekehrt. Prüfen Sie beide Kanäle getrennt: die Website in der Search Console, das Unternehmensprofil in den Profilstatistiken. Wenn Anrufe und Routenanfragen stabil sind, ist Ihr Kerngeschäft nicht betroffen, auch wenn die Blog-Zahlen sinken.
Sinnvolle Maßnahmen
- Konsolidieren statt vermehren: Aus vier dünnen Seiten zu einem Thema eine gute machen und die alten per 301 weiterleiten.
- Erstinformation ergänzen, die nur Sie haben – Preisrahmen, Projektdauer, typische Fehler, Fotos eigener Arbeiten.
- Jede wichtige Seite mit einer klaren Antwort in den ersten zwei Sätzen beginnen lassen.
- Autor, Qualifikation und Stand der Information sichtbar machen.
- Technische Basis prüfen: Ladezeit, mobile Darstellung, interne Verlinkung zu den Geldseiten.
- Ergebnis vier Wochen beobachten, bevor der nächste Schritt kommt.
Fazit
Core Updates belohnen Seiten, die eine Frage tatsächlich beantworten, und bestrafen Beliebigkeit. Für lokale Anbieter ist die gute Nachricht: Echte Praxiserfahrung, konkrete Projekte und ein gepflegtes Unternehmensprofil lassen sich nicht schnell kopieren. Wo Ihre Sichtbarkeit in Suche und Karte heute steht, klären wir unter Google-Sichtbarkeit.

